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Gerben Mulder
"the sickbed" 24. März - 5. Mai 2007 Die kindlichen Figuren Gerben Mulders wecken beim Betrachter Erinnerungen an die eigene Kindheit - Bilder aus der Vergangenheit steigen auf. Eine gewisse spielerische Leichtigkeit, hervorgerufen unter anderem durch die Farben einfacher Buntstifte und pastellige Töne, wird jedoch schnell durch verzerrte Körperformen und gealtert wirkende Gesichter mit merkwürdigen Augen überschattet. Nicht Mulders Vorgabe, sondern die Lebenserfahrung eines jeden Betrachters ist es, die in den Zügen der kindlichen Wesen Verletztheit oder Wut, Trauer oder Einsamkeit liest. Die Titel seiner neuesten Arbeiten wie "kiss", "back to back" oder "madonna with child" verraten dagegen die eigentliche Suche nach der Erfüllung menschlicher Bedürfnisse, nach Rückhalt und Zuneigung, Aufmerksamkeit und Liebe. Beeindruckt von Edvard Munchs Gemälden zum Tod dessen Mutter besinnt sich Mulder auf eine Szene voller Aufmerksamkeit und Fürsorge, und doch voller Vergänglichkeit und Trauer: "the sickbed". Menschen, die grenzwertige Erfahrungen oder nicht verarbeitete Trauer aus der Vergangenheit mit sich herumtragen, sind oft in der Rolle des Hilfebedürftigen, in der Kindsrolle gefangen. Blicken wir bei Mulders Figuren auf Kind gebliebene Wesen, die ihre Trauer durchleben und durchleiden, um Schmerz und Hilflosigkeit zu überwinden? Es scheint, als würde Mulder von einer unterbewussten Inspiration geleitet, wenn oft über Nacht Bilder entstehen, die keine Antwort auf diese Frage geben. |