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Elias Hassos
| breaking bread
19. und 20. September 2008 Die meisten Menschen hinterlassen heute visuelle Spuren ihres Lebens in bislang beispielloser Fülle: Fotoalben als Sammlung schöner und schwerer, außergewöhnlicher und auch trivialer Momente. Jedes Abbild dieser Momente trägt seine eigene Bedeutung. Doch wieviel Bedeutung besitzt die Summe der Bilder eines Lebens? Oder gar zweier, zusammengehöriger Leben? In der Arbeit "Breaking Bread" geht der Münchner Fotokünstler Elias Hassos dieser Frage nach: Anhand der privaten Fotoalben seiner Eltern, des Griechen Lazaros Hassos und der Deutschen Maria-Luise Buchbauer, die er mit eigenen Bildern aus den vergangenen zwanzig Jahren ergänzt. Viele dieser Fotos nimmt Elias Hassos, (re)kombiniert sie in unterschiedlichsten Diptychen und Triptychen - und stellt so völlig neue Bezüge her. Überraschende visuelle Dialoge, in denen Lebensthemen, Haltungen und Bestimmungen viel klarer aufscheinen, als sie den Menschen in den jeweiligen Augenblicken bewusst gewesen sein mögen. Christoph Knöbel ELIAS HASSOS 10. November 2007 bis 12. Januar 2008 Für die Einen ist der Fotoapparat ein Gewehr, mit dem sie auf die Jagd nach jedem einigermaßen attraktiven Motiv gehen. Andere haben eine strenge Hierarchie der Bilder verinnerlicht und nur Weniges ist ihnen ein Foto wert. Elias Hassos gehört zu denen, die die Langsamkeit schätzen. Lange vor dem Abdrücken weiß er, wovon ein Bild in Komposition, Schärfe und Belichtung künden soll. Mit vordergründig Unspektakulärem wie Bäumen, Blättern oder Rauch hält er in seinen Bildern Elementares fest und demonstriert einen selten gewordenen Glauben an den tieferen Sinn und das existentielle Fundament. Die Natur ist für ihn ein wunderbarer Anspielungsraum, in dem sich Reales und Symbolisches durchmischen. Eingetaucht in eine endlose, weite und doch spannungsreiche Stille, mit einer Ruhe, als würde die Zeit angehalten, und einer Leichtigkeit, als schwebten sie im leeren Raum, auf sich selbst reduziert, als hätte es nie etwas anderes gegeben,in mystischer Erhabenheit, dass wir ehrfürchtig den Atem anhalten, präsentieren sich die Fotografien von Elias Hassos. |