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Joachim Grommek
12. Mai - 7. Juli 2007

In den aktuellen, geometrisch-abstrakten Arbeiten entwickelt Joachim Grommek klare Kompositionen minimalistischer Art, die zunächst ungegenständlich er-scheinen. Nicht selten bedient sich Grommek eines Vorbilds aus der Kunst als Ausgangspunkt; man fühlt sich erinnert an Malewitsch, Mondrian oder Ryman. Trotz ihres relativ kleinen Formats zeugen die Bilder von enormer visueller Präsenz. Exakt abgegrenzte Farbflächen in Form von Streifen bunten Klebebands auf dem schlichten Bildträger Spanplatte - trotz geordneter Klarheit wirkt der unfertig anmutende Zustand geradezu anziehend und weckt die Lust am genaueren Hinsehen.

Erst dann können die sichtbar erscheinenden Partien einer Spanplatte und die vermeintlichen Klebestreifen als "wahre Illusion", wie Grommek sie nennt, identifiziert werden. Er verwendet ockerfarbene Spanplatten, streicht sie weiß und bemalt die weiße Fläche exakt so, wie die Oberfläche der Spanplatte aussah. Ebenso verfährt er mit den Klebestreifen. Die mehrfach präzise aufgetragenen Lackschichten liefern die perfekte Illusion sich überlappender Klebebänder. So wird die eigene Materialität des Bildes zum Gegenstand der Malerei. Grommeks Arbeiten sind geprägt von der Idee der "authentischen Fälschung".